
Es geschah mitten in Berlin. Mitten in Mitte. Mitten im linken Herzen von Berlin. Vor der Volksbühne, in Sichtweite der Parteizentrale der Linken, einen Steinwurf von den Redaktionsbüros der linken Zeitung „Junge Welt“. Da hat tagelange rechte Hetze verhindert, dass eine Gruppe schwarzer Jugendlicher in das neu errichtete „Volksbad“ gehen konnte. Wo, wenn nicht mitten im linken Berlin hätte man erwarten können, dass sich dagegen Widerstand regt? Dass die internationale Solidarität geübt wird, die auf Demos so inbrünstig beschworen wird.

Oder dass das Bürgertum die Freiheit der Kunst verteidigt? Denn das Volksbad ist eine Kunstaktion. Dass der Regierende Bürgermeister zusammen mit den Kids ins Wasser gestiegen wäre?Oder sein Herausforderer von der SPD, der sich auf Wahlplakaten gerne sportlich zeigt? Aber der Regierende schweigt und Genosse Krach ist wohl gerade joggen. „Es rettet uns kein höheres Wesen…“
Statt dessen sagt der Verein Eoto aus dem Wedding die Veranstaltung ab und dem Intendanten der Volksbühne fällt angeblich nichts anderes ein, als ein pubertäres „Fickt euch“ über das Bad hängen zu lassen. ( das schon wieder runter geholt war, als ich eben vor der Volksbühne stand.)
Und ich? Schau mal kurz vorbei nach der Arbeit. Sehe eine Handvoll Leute verloren auf dem Rasen, einige essen Pommes in der eigens eingerichteten Frittenbude. Weil das ja für westdeutsche weiße Boomer zum Schwimmbaderlebnis dazu gehört.
Und ich? Fahre weiter zum Freiluftkino. Und was schaue ich mir an?

Ich habe davon gelesen und mich gefragt: was ist das für ein bescheuertes Projekt mitten in Berlin? Rassentrennung? Es provoziert ja zwangsläufig entsprechende Reaktionen. Wenn man die Menschen gegeneinander aufhetzen will, dann freilich war es eine geniale Idee.
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Es war eine gute Idee. Nächste Woche ist der Freitag für „gangway“ reserviert, die sich um Drogenabhängige kümmern. Was traurig ist, dass Intendant Liliental sofort eingeknickt ist als ein Häuflein aufgehetzter Rechter vor dem Theater erschienen ist. Er hätte direkt an die Öffentlichkeit gehen sollen. Es wären genug gekommen, die Paroli geboten hätten.
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Denke ich auch. Und gerade ein Intendant sollte bereit sein Stellung zu beziehen um oft zitiertes Multikulti Realität werden zu lassen. Ganz abgesehen davon dass die Aktion zum Klima gepasst und die Lokalität neu genutzt hätte.
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Leuten, die ein öffentliches Schwimmbad besuchen wollen, den Eintritt zu verbieten, weil sie kein Deutsch sprechen, das ist bescheuert. Burkini-Verbote sind bescheuert. Die Aktion der Berliner Volksbühne war gut und richtig, und hätte ein sehr gutes Zeichen gegen Rassismus gesetzt.
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Hab ich da was falsch verstanden? Wem wurde der Eintritt verboten?
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Menschen, die nicht oder nicht ausreichend Deutsch sprechen.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/halle/ohne-deutsch-kenntnisse-kein-eintritt-stadt-hilfe-kritik-,heidebad-104.html
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ah. Das ist offenbar ein anderer Fall, ich meinte das Berliner Volksbad. Wir sind uns also einig, dass alle Menschen, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Sprache, Alter, Einkommen etc. pp, das Recht auf Zugang zu öffentlichen Bädern haben müssen, und nur im Falle von schweren Ordnungswidrigkeiten ein Verbot ausgesprochen werden darf?
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Das ist eine Fangfrage, darauf gehe ich nicht ein.
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Zudem war das geplante Event vor dem Volkstheater in Berlin eine Kunstaktion. Dass bei so etwas bisweilen andere Regeln gelten und andere Maßstäbe anzulegen sind, dürfte Ihnen ja bekannt sein.
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es war keine Fangfrage, sondern ernst gemeint. Warum unterstellen Sie mir da etwas? Und was genau? Ich sehe, dass sich in der deutschen Gesellschaft überall Risse auftun, in die dann auch noch Salz gestreut wird, damit sie schmerzen. Ist es nicht besser, sich auf das Gemeinsame zu besinnen? Und das ist in diesem Fall: kein Rassismus, keine Ausgrenzung, keine Ghettos, sondern ein freies ungezwungenes Zusammenleben von Menschen jeder Art und Herkunft.
wieso ist es eine „Kunstaktion“, wenn Menschen mit schwarzer Haut in einem Berliner Becken zusammen planschen? Ist es eine Installation? Werden Fotos gemacht, wie bei einer Show von wilden Tieren? Was soll das? Ich verstehe den Sinn nicht. Sind die schwarzafrikanischen Mitbürger eine schützenswerte Art? die neue Ankündigung (Drogenabhängige) verstärkt mein Unverständnis. Werden demnächst Skinheads eingeladen? Oder Finanzmanager? Oder Frauen mit Kurzhaarschnitt? Was ist aus der bunten Gesellschaft geworden? Überall Segregation.
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Für die fortschreitenden Spaltungen und Ausgrenzung ein hier im Land dürfen Sie sich bei der AfD bedanken. Die befeuert das seit Jahren schon mittels Hass und Hetze vor allem in den (a) sozialen Netzwerken.
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dieses zurückweichen und aufgeben macht mir angst – das war doch damals auch einer der erstens schritte hin zum weggucken, maul halten und dann zustimmen.
endlich mal nutzbare kunst, hatte ich innerlich mich gefreut, als ich die meldung las im fernen leipzig, wo ich mir sowas auch wünsche, es aber auch genug erfreuliches gibt.
der film allerdings passt da gar nicht dazu: ein alkohol-rentnerpaar, das seine sauferei auch noch kultiviert (mit sekt am morgen) und ein taugenichts, der mir-nix-dir-nix zu einem prima schauspieler wird ohne dass wir merken, wieso und schließlich die zum heulen dargestellte verlöschenden lebenslichter der beiden alten: der eintritt war rausgeschmissenes geld und wie kino sein kann, wenns nicht mitteleuropäisch-weiß ist, haben mir in der gleichen woche damals 2 außereuropäische filme gezeigt: „ein kuchen für den präsidenten“ (irak zum ende von saddam hussein und eine 9-jährige, die sich durchschlägt mit geraden mitteln ohne jede hinterlist) und „eineinfacher unfall“ (iran oder irak und ein paar gefolterte meinen jahre später ihren folterer erkannt zu haben, beschließen ihn zu töten aus rache und schrecken jeweils kurz davor zurück, weil erstens doch nicht sicher und zweitens das tägliche leben dazwischenkommt. große frage: wie umgehen mit ehemaligen systemaktiven, die nach systemwechsel der gerechten bestrafung nicht entgehen sollten).
so gehen filme, die mir nahegehen, die was neues zeigen an zusammenhängen und mich beschämen in meiner gut ausstaffierten sicherheit. ich sollte was tun, damit diese nicht flöten geht durch cdu-spd bnd und sog. verf.schutz. und auch noch dies: gestern wurde fidel castro 100 jahre alt – leider schon länger im sozialistenhimmel und gleichen tags wurde die mauer gebaut ein paar jahre später, auch weil keine zeit und ruhe blieb, schwester- und brüderliche vorhaben umsetzen zu können. das system duldet keine konkurrenz und schon gar nicht eine mit positiven versprechungen. ja es wird nicht mal offensiv ein schwimm-wasserbassin vor einem theater geduldet oder gar verteidigt, das mal umgekehrte zutrittsvoraussetzungen ausprobieren will.
danke, rolf, auch diesmal für deine aufmerksamen zeilen.
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Irgendwie typisch für Berlin: Eine gute Idee wird sofort von der niveaulosen Politik benutzt um ein paar Wählerstimmen zu mobilisieren. Alles wie gehabt,
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