Do sin mer dabei

Ich bin undercover unterwegs. Meine Perücke liegt sicher versteckt auf dem Boden meiner unauffälligen Aktentasche. Mein Gesicht zeigt die gleichen missmutigen Züge wie die meiner Mitreisenden in der U-Bahn und mein brauner Mantel verbirgt vollständig das rot-weiß gestreifte Hemd, das die Eintrittskarte ist für das geheimen Treffen, das heute im Botschaftsviertel stattfindet. Ich muss sorgsam darauf achten, dass ich mich auf … Do sin mer dabei weiterlesen

Ist denn hier ein Schloss?

Fünfhundert Seiten Kafka im Februar. Da sollte ich mir gut überlegen, ob ich das nervlich aushalten kann. Aber reizen tät michs schon…

The Daily Frown

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Im Stroemfeld Verlag entsteht in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Institut für Textkritik seit 1995 die historisch-kritische Franz Kafka Ausgabe. Als neuester Supplement-Band ist nun Das Schloss in einer hochwertigen Faksimile-Ausgabe erschienen. So soll ein unverstellter Blick auf die frühe Editionsgeschichte von Kafkas Werk ermöglicht werden.

Im Vergleich zum Prozess, der im edlen Leinen, mit gelbem Oberschnitt und Schutzumschlag einer Luxus-Variante des Romans am nächsten kommt (zumal wenn das Kleingeld für eine Erstausgabe fehlen sollte), erweckt das unscheinbare, graue Softcover der Schloss-Aufmachung auf den ersten Blick den Eindruck einer Studienausgabe. Tatsächlich handelt es sich aber um die genaue Reproduktion zwar nicht der ersten gebundenen, so doch der dritten, auch damals als einfache Broschur erschienenen Ausgabe noch aus dem Jahr nach der Ersterscheinung, also 1927. Ein Grund für die Entscheidung des Verlags für diesen Weg mag die besonder Bewandtnis sein, die es mit der Vorlage für die Herstellung des…

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Drei kleine Italiener

Also eigentlich warte ich ja immer ein bisschen, bis ich Erlebtes niederschreibe. Aber heute war ein besonderer Tag: Ich habe heute meine erste Karateprüfung bestanden. Das war immerhin das erste mal in meinem Leben, dass ich mich freiwillig eine Sport-Prüfung gemeldet und mich darauf vorbereitet habe. Geschafft habe ich das nur durch meinen tollen Karate-Lehrer … Drei kleine Italiener weiterlesen

Kafka on the road IV

Die ganze Fahrt lang passierte: Nichts! Mit jedem Kilometer wuchs die Zuversicht. Bald flog ich mit 160 dem Süden entgegen. Töchterchen hatte das iPhone angeschlossen und den Navi programmiert. Ich folgte der süßen, verständnisvollen Stimme und meine Beifahrerin lobte meine entspannte Fahrweise. Angekommen in Freiburg lief alles super. Das Zimmer war schön, die Sachen schnell verstaut, und … Kafka on the road IV weiterlesen