
Jetzt habe ich mir das halbe Wochenende (Berliner Frauentag inklusive- schönen Dank) Gedanken gemacht, wie ich den unglaublichen Umstand, dass ich mein Fahrrad selbst repariert habe, wie oft ich dafür in den Keller gehen musste und wie stolz ich jetzt auf mich bin, inklusive zwei Zitaten aus meinem Lieblingsbuch „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ und der Frage, was das alles mit meinem Vater zu tun hat zu einem kunstvollen Text zusammenschraube. Das hat mich eine schlaflose Nacht und einen aufgeregten Tag gekostet. Da als Alternative auch noch eine einfühlsame Beschreibung von Manne, meinem Motorrad-Schrauber, der mir, statt meine Moto Guzzi aufmerksam zu pflegen lieber noch mal sein gesamtes Leben, inklusive seiner Karriere als Rennfahrer und seine zwei gescheiterten Ehen mitsamt der leider sämtlich undankbaren und mißratenen Kinder erzählte, in meinem Kopf rumschwebte, (die Geschichte wäre gut ausgegangen, weil Manne vor ein paar Jahren seine Jugendliebe über den Weg gelaufen ist, die jetzt den roten Overall von Locke angezogen hat, Mannes Werkstatt-Kumpel, der vor kurzem an Lungenkrebs gestorben ist, was Manne bis heute nicht verkraftet hat, ohne das natürlich zugeben zu können), ist es jetzt mal Zeit die Reißleine zu ziehen und für eine Weile ohne Blog zu leben.
„Lebe deinen Traum“ fordert mich mein Teebeutel auf. Und auch wenn es Hanf-Tee ist, den ich mir da gebraut habe, (Bad Heilbrunner, gibt’s jetzt bei EDEKA) bin ich noch nicht so weit, dass ich mir von einem feuchten Häufchen Gras sagen lasse, was ich zu tun habe.
Danke für die geschätze und mitfühlende Aufmerksamkeit.
Bis bald
eimaeckel