
Nachdem er sich
mit dem Fahrrad am Wannsee,
mit dem Motorrad in Brandenburg und
mit der Bohrmaschine zuhause
ausgetobt hatte;
Nachdem sich langsam
sein Hintern von den Berliner Schlaglöchern
sein Magen von der Brandenburger Küche und
seine Schulter vom Schlagbohrerer
erholen,
sitzt er auf den Stufen zum Garten und blinzelt.
Ach, was sag ich Garten: Ein kleiner Park ist’s,
wo struppige Pappeln sich im frischen Wind wiegen
und Vögel gratis mitschaukeln dürfen.
Wo im Himmel Jahmarkt ist
und der Garten die Bühne für das immergleiche Stück.
Wie im letzten Jahr knipst die große weiße Kastanie ihre tausend Kerzen an,
als hätte ihr niemand von der Trockenheit erzählt, die sie wieder erwartet.
Als hätte sie die braunen, mottenzerfressen Blätter einfach abgeschüttelt,
schmeißt sie sich einfach wieder in Schale und macht sich schick für die Hummeln,
die nektarbesoffen zwischen den samtgelben Tulpen herumtorkeln.
Aber da passen sie nicht rein.
Die dünne Wiese flickt noch an den Wunden des vergangenen Sommers
und ist mit Taubnesseln wie mit lila Pickeln übersäht.
Bald wird hier wieder das Planschbecken für die Jungs stehen und
vielleicht auch ein Indianerzelt oder eine Slackline.
Werden einfach immer größer, die Kerle.
trotz des ganzen Dramas ihrer Eltern
trotz des Umzugs und dem ganzen Hin und Her
werden sie einfach wieder ins Wasser springen und laut schreien.
Wird schon wieder werden.